Coole Apps fördern den Markenaufbau

Gehören Sie zu jenen, die denken, dass Werbung reicht, um die Kunden zu erreichen und zu pflegen? Dann sollten Sie noch einmal in sich gehen. In einer digitalisierten Welt, die sich rasant wandelt, wachsenden Wettbewerb und den Vormarsch der Sozialen Medien erlebt, dazu besser informierte Kunden mit einer geringeren Loyalität, in dieser Welt brauchen Sie neue Ansätze, um ihre Marke zu platzieren, ihre Markenbotschaft zu verbreiten sowie mit Kunden und Fans den Kontakt zu pflegen und Loyalität zu erzeugen. Wie sich zeigt, sind Apps eines der beliebtesten und effektivsten Mittel zur Unterstützung ihrer Markenstrategie. Sie sind quasi der letzte Schrei. – Und sie können erstaunlich gut und wirksam sein.

Die Mehrheit der Smartphone-Benutzer hat Schätzungen zufolge mindestens 50 Apps heruntergeladen. Diese sind umso erfolgreicher, je einfacher sie zu bedienen sind, je unterhaltsamer sie sind und je größer ihr Bezug zu der Marke ist, die sie unterstützen. Das klingt simpel, oder? Ist es aber nicht. Wenn die App nicht gut durchdacht und entwickelt wurde, kann sie als Rohrkrepierer enden und ein Desaster anrichten. Mehr als jede fünfte App wird nur einmal benutzt – und verschwindet dann auf dem Download-Friedhof.

Um ehrlich zu sein: Es gibt kein Geheimrezept für die ideale App. Und es kann leicht passieren, dass eine App einfach auf dem Markt untergeht. Aber es gibt zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass es keiner Hexerei bedarf, um unterhaltsame und packende Apps zu erstellen, die die Kunden mitreißen und den Verkauf der Marke fördern. Fast alle weltweiten Marken haben bereits Apps auf den Markt gebracht. Und einige von ihnen wurden begeistert aufgenommen.

Von L´Oreals Makeup Genius bis hin zur Remote App von BMW

Eines der bekannteren Beispiele ist das “Makeup Genie” von L´Oreal. Die App basiert auf einer Technologie, die das Gesicht scannt und vermisst, um so die Smartphone-Kamera in einen virtuellen Spiegel zu verwandeln. Nachdem die Kamera 64 Punkte auf dem Gesicht kartiert hat, gestattet es die App, sich aus einem Menü von Makeup-Produkten des Unternehmens zu bedienen, diese virtuell aufzutragen und sich dann selbst aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Man kann auch unter fertigen Makeups auswählen.

https://www.youtube.com/watch?v=zbBJfrkZRDI

Der Premium-Hersteller BMW hat die “My BMW Remote App” entwickelt, die eine Serie nützlicher Funktionen zur Fernsteuerung bietet. Die App gestattet nicht nur das berührungsfreie Schließen oder Öffnen des Wagens aus der Distanz. Mit ihr kann man auch das Auto orten, wenn man vergessen hat, wo es geparkt ist. Zudem lässt sich der Ladezustand der Batterie überprüfen, oder die Temperatur. Selbst die Heizung lässt sich vor Benutzung des Autos einstellen. Und wenn es ein Elektroauto ist, auch die Ladezeiten für die Batterie.

https://www.youtube.com/watch?v=v4QbbuYgKdE

Volkswagen will derweil “ein bisschen mehr Spaß beim Fahren” bieten. Die “SmileDrive App” funktioniert sogar in den Fahrzeugen anderer Marken. Sie registriert und merkt sich Entfernungen und Zeiten – und hat auch ein Auge auf das Wetter. Wenn man auf der Straße einem anderen VW begegnet, macht ein virtueller Stupser darauf aufmerksam. Mit der App kann man sich auch kleine Sticker verdienen, zum Beispiel für extra lange Fahrten. Und wer seine Fahrerlebnisse mit Freunden teilen will, kann “Smilecasts” von den Fahrten in den sozialen Medien verschicken.

https://www.youtube.com/watch?v=qM9ce0C1iWo

Zu den lehrreichen und nachahmenswerten Apps gehört auch die “iFood Assistant App” des weltweit aufgestellten Nahrungskonzerns Kraft Foods. Sie bietet zahlreiche Rezepte für Mahlzeiten und Snacks mit Zutaten aus dem Produktsortiment des Unternehmens. Auf der App kann man sich Koch-Videos anschauen. Zudem werden Einkaufslisten passend für bestimmte Gerichte angeboten, sodass sich beim Einkauf im Supermarkt Zeit sparen lässt. Das Video von Kraft mit den Erklärungen zu der App (ebenfalls auch Youtube) ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sicherstellt, dass die Nutzer die App von Anfang an verstehen und es keine Einstiegsprobleme gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=r7j0OQMNL6s

 

Wie man eine attraktive App entwickelt

Doch wie zieht man die Aufmerksamkeit der Kunden auf die App und macht Geld damit? Es gibt einige grundlegende Überlegungen und Ratschläge, die man unbedingt beherzigen sollte, damit die App nicht nur Spaß macht, sondern auch für eine intensivere Beziehung der Kunden zur Marke führt und die Loyalität erhöht. Stellen Sie sicher, dass die App leicht verständlich und simpel zu gebrauchen ist und schon die erste Benutzung ein Erfolg wird. Eine Video-Anleitung wie bei der “iFood Assistant App” wäre sicher ein guter Start. Es sollte in dem Programm auch eine Nachrichten-Funktion geben, weil die Mehrzahl der Nutzer erfahrungsgemäß Updates wünscht und durch App-Botschaften auf den neuesten Stand gebracht werden will. Die App enthält im günstigsten Fall auch „soziale“ Funktionen – wie die VW-App – damit sie auf den üblichen Plattformen geteilt werden kann und die User über sie sprechen. Und wie die Marketingmanager längst wissen: Über die Hälfte der Community im Online-Kosmos liebt es, Rabatte zu bekommen oder etwas zu gewinnen. Vergessen Sie daher nicht, Belohnungen anzubieten, wie die Stickers in der „SmileDrive App.“ Es versteht sich überdies von selbst, dass es zwischen der App und der Marke eine enge inhaltliche Verbindung geben muss. Hier ist der “Makeup Genius” ein ausgezeichnetes Beispiel.

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